Bauen und umbauen für die Zukunft – ohne Barriere

Bereits im Jahr 2030 werden laut statischem Bundesamt rund 28 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, 2060 sind es schon rund 33 Prozent. Die Ansprüche älterer Menschen an die Wohnsituation sind grundsätzlich anders als die jüngerer. Ein Großteil des heutigen Wohnungsbestandes ist darauf nicht eingerichtet.

Die Bundesregierung fördert daher über die Programme „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ und „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ Barriere reduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden. Sie sind jeweils einzeln durchführbar oder frei kombinierbar.

Erreicht werden soll der Standard „Altersgerechtes Haus“. Ein angenehmes und barrierearmes Wohnumfeld ist komfortabel für Menschen jeden Alters, ob sie nun jung oder alt, sportlich oder in der Bewegung eingeschränkt, groß oder klein sind. Kleine Kinder oder auch ältere Menschen bewegen sich freier und sicherer im und am Haus ohne Schwellen oder andere Barrieren.

Die meisten Menschen möchten auch in höherem Alter in ihrer vertrauten Wohnumgebung bleiben. Die Realität entspricht diesem Wunsch nicht: Bis zu zwei Millionen Wohnungen sind nicht oder nur unzureichend barrierearm, dabei führen oft schon kleine Verbesserungen dazu, die Lebensqualität erheblich zu verbessern.

Eine bodengleiche Dusche ist zum Beispiel für ältere Menschen bequemer als eine Badewanne, der barrierefreie Zugang zu einem neuen Balkon ermöglicht es bewegungseingeschränkten Menschen, die Sonne zu genießen, ein breiterer Hauseingang ohne Schwelle zum Gehweg ist sowohl für Eltern mit Kinderwagen als auch für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, leichter zu bewältigen.